Automatische Abschalthilfen werden für verschiedene Ansteuermöglichkeiten angeboten, z.B. mit der Fernbedienung von Unterhaltungselektronik, durch externe Signale (PC-Tastatur, USB, Netzwerk), durch Präsenzmelder oder auch durch Drücken einer Taste. Die Netztrennung erfolgt automatisch einige Zeit nach der letzten Gerätebetätigung oder Präsenz oder durch Erkennen des Abschaltens angeschlossener Geräte (z.B. wenn das Gerät via Fernbedienung in Standby gesetzt wird). Wegen der in diesen Geräten enthaltenen «Grauen Energie» von einigen 10 kWh ist ihr Einsatz nur sinnvoll, wenn damit über die Nutzungsdauer wesentlich mehr Strom gespart werden kann! Rein energetisch lohnt sich ihr Einsatz, wenn der durch die Abschalthilfe eingesparte Standby-Verbrauch mindestens 3 Watt während 5 Jahren beträgt. Zu beachten ist auch der Eigenverbrauch der Abschalthilfe, der unter 0.5 Watt liegen sollte.

  • Automatische Abschalthilfen für Unterhaltungselektronik mit Fernbedienung: diese Geräte erkennen das In-Standby-Schalten des angeschlossenen Geräts (es können auch mehrere Geräte via Mehrfachstecker sein) und trennen das Gerät/die Geräte nach kurzer Zeit vom Netz. Damit entfällt deren Standby-Verbrauch. Zum Einschalten wird zuerst die Abschalthilfe mit der Fernbedienung aktiviert, anschliessend wird wie gewohnt das Unterhaltungselektronik-Gerät eingeschaltet.
  • Master-Slave-Steckerleiste: damit können durch Ausschalten eines Hauptgeräts (Master-Gerät) weitere angeschlossene Geräte ein- und ausgeschaltet werden. Teils gibt es weitere nicht geschaltete Steckdosen (im Bild weiss) für nicht auszuschaltende Stromverbraucher wie z.B. das Telefon. Beim Einschalten eines mit Strom betriebenen Hauptgeräts (Master-Gerät, z.B. Computer, im Bild rot) werden weitere Geräte (Slaves, z.B. Drucker, Modem und Monitor, im Bild schwarz) mit Strom versorgt. Wird das Hauptgerät ausgeschaltet, werden alle weiteren Geräte vom Stromnetz getrennt. Damit verbrauchen die weiteren Geräte auch keine Energie für den Standby-Betrieb. Das Hauptgerät bleibt allerdings mit dem Stromnetz verbunden und verbraucht Standby-Energie. Die Master-Slave-Steckerleiste ist somit eine automatische und deshalb bequemere Alternative zu manuellen Abschalthilfen. Sie ist aber teurer und spart etwas weniger Strom wegen ihres Eigenverbrauchs und jenem Verbrauch des Hauptgeräts im Standby/Aus-Zustand. Master-Slave-Steckerleisten sind vor allem für PC-Arbeitsplätze gedacht. Es gibt teurere Ausführungen mit einstellbarer oder selbstanpassender Schaltschwelle, was u.U. bei hohem Standby-Verbrauch des PC nützlich ist.
  • Abschalthilfen mit Näherungsschalter: diese werden vor allem für Kaffeemaschinen oder Drucker/Kopierer angeboten. Die angeschlossenen Geräte werden nach z.B. 1 Stunde ausgeschaltet. Das Wiedereinschalten erfolgt, wenn sich jemand der Abschalthilfe nähert (wie Präsenzmelder, aber kürzere Reichweite). Zusätzlich ist meist eine Taste zum Wiedereinschalten vorhanden. Achtung bei grossen Druckern/Kopierern: manche sollten zuerst mittels Geräteschalter heruntergefahren werden, da sie sonst «abstürzen» können. Da zudem das Aufstarten u.U. recht lange dauert; kann es sinnvoller sein, eine geeignete Standby-Konfiguration am Gerät vorzunehmen. Kaffeemaschinen mit Elektronik müssen nach einer Netztrennung meist wieder per Starttaste eingeschaltet werden.