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Ratgeber KochfelderKochen mit Induktion hat sich zur fortschrittlichsten Kochtechnik entwickelt. Seit Jahren schon wird diese Technik von Profi-Köchen genutzt. Zunehmend findet Induktion auch in privaten Haushalten Interesse. Die Mehrpreise gegenüber "normalen" Glaskeramik-Kochfeldern sind unter 250 Franken gerutscht. Anders als beim traditionellen Prinzip der Wärmeübertragung durch Leitung und Strahlung erzeugt die Induktion die Wärme durch ein elektromagnetisches Feld direkt im Kochgeschirr. Voraussetzung dafür sind allerdings Töpfe aus magnetisierbarem Material wie Gusseisen oder magnetischer Edelstahl (Test mit Magnet: muss gut haften).Lohnt sich die Mehrinvestition? Es kommt darauf an, wie viel gekocht wird und worauf man Wert legt! Vorteile der Induktionskochfelder
Nachteile
Wie funktioniert das Induktionskochen?Die Kochwärme wird nicht unter der Glaskeramik erzeugt (wo hohe Verluste nach unten entstehen), sondern direkt im Topfboden (Pfannenboden), wo die Wärme unmittelbar ins Kochgut übergeht. Die Glaskeramik-Unterlage erwärmt sich nur indirekt wegen des heissen Topfbodens. Die Wärmeerzeugung im Topfboden erfolgt durch induktive Energieübertragung: unter der Glaskeramik befindet sich eine elektrische Induktionsspule, von einem Langwellengenerator (ca. 35 kHz) gespeist. Dies ist sozusagen die Primärseite eines Transformators. Die Sekundärseite ist direkt der Topfboden, welcher magnetisch leitfähig sein muss, also aus Eisen (bzw. eine Eisenschicht enthalten muss). Damit bildet er eine so genannte Kurzschlusswindung, welche die elektrische Energie in Wärme umwandelt.Gute Kochtöpfe aller Art werden schon seit vielen Jahren mit induktionsgeeigneten Böden hergestellt; die Eignung fürs Induktionskochen wird auch in den Prospekten vermerkt. Nicht geeignet sind Billig-Töpfe aus Aluminium und Chromstahl (Chromstahl ist nicht magnetisch wie Eisen). Auch die bekannten Espressokrüglein funktionieren nicht auf Induktionsherden. Als Alternative bieten sich hier Geräte mit integrierter Heizplatte an. EnergieeinsparungDie Energieeinsparung beruht somit auf zwei Effekten:
Lohnt sich Induktion?Im "typischen" 4-Personenhaushalt mit 2x täglich warm kochen konsumiert das Kochfeld rund 250 kWh im Jahr. Auf 15 Jahre Nutzungsdauer hochgerechnet ergibt das 3750 kWh welche Stromkosten von 750 Franken verursachen (bei 20 Rp./kWh). Mit Induktionskochfeldern können rund 30 % davon oder 225 Franken eingespart werden. Damit lassen sich die Mehrkosten der Anschaffung energetisch ungefähr amortisieren. Für den Kaufentscheid sind auch die Zeitersparnis von rund 30 % und der höhere Kochkomfort wichtig.Wo und wie lässt sich Koch-Energie sparen?Der Stromverbrauch eines typischen 4-Personenhaushaltes fürs Kochen und Backen beträgt etwa 450 kWh/Jahr, also etwas mehr als der Kühlschrank-Verbrauch. Dabei entfallen meist mehr als die Hälfte auf die Herdplatten, weniger als ein Viertel auf den Backofen und der Rest auf Spezialkochgeräte wie Kaffeemaschine, Wasserheizer oder Eierkocher. Diese Spezialgeräte sind übrigens immer effizienter als die Herdplatte (jeden Typs), ausser wenn das Gerät einen Standby-Verbrauch aufweist! (also eine dauernd "wachsame" Elektronik eingebaut hat, z.B. mit Schaltuhr).Dass der Backofen im Vergleich zu Kochplatten ein Energieverschwender ist, wissen die wenigsten Alltagsköche. Schon das Aufheizen auf 250°C braucht auch bei einem modernen Backofen mehr Strom als das Aufkochen von 3 Liter Wasser! Etwas günstiger wird die Bilanz, wenn ganze Mahlzeiten im Heissluftofen auf mehreren Etagen zubereitet werden. Enorm verschwenderisch ist die Feinschmeckermethode des Überbackens von Gerichten, die vorher auf dem Herd gekocht wurden. Die wichtigsten Spar-Koch-Tipps bei der Benutzung:
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