Produktratgeber Verkaufskühlgeräte

Lesen Sie in diesem Produktratgeber alles zu energieeffizienten und ökologischen Verkaufskühlmöbeln. Von technischen Erklärungen, Tipps für die Beschaffung, sowie von Einsparpotenzialen und der optimalen Nutzung.

von Steffen Hepp

Produktratgeber Verkaufskühlgeräte

Gekühlte Verkaufsdisplays für Getränke, Snacks, Eiscreme und Lebensmittel findet man «an jeder Strassenecke», in Imbissbuden, Kiosken, Lebensmittelgeschäften, Tankstellen, Bars usw. In der Schweiz gibt es schätzungsweise 300'000 solcher steckerfertigen gewerblichen Kühl- und Gefriergeräte. In der Summe beläuft sich ihr Stromverbrauch pro Jahr auf rund eine Milliarde Kilowattstunden (kWh). Der gegenwärtige Stromverbrauch kann halbiert werden, wenn bei der Beschaffung konsequent auf effiziente Geräte gesetzt wird, wie sie auf Topten.ch gelistet sind. So können rund 150 Millionen Franken Stromkosten eingespart werden.

Kauftipps

  • Offene Verkaufskühlmöbel meiden.

  • Modelle von Topten.ch wählen: Sie sparen tausende Franken Stromkosten und verwenden umweltfreundliche Kältemittel.

  • Gerät mit umweltfreundlichem, natürlichem Kältemittel wählen: R290 (Propan), R600a (Isobutan) oder R744 (CO2)

  • Besonders sparsam sind Geräte mit isolierter Tür oder Deckel. Durch die bessere Wärmedämmung verbrauchen sie rund 40 % weniger Strom als Modelle mit Glastür oder Glasdeckel. Da die Produkte durch die isolierte Tür bzw. den isolierten Deckel von aussen nicht zu sehen sind, eignen sich solche Geräte nicht für alle Einsatzbereiche, etwa im Supermarkt. Für Eiscremetruhen oder Getränkekühler können sie unter bestimmten Bedingungen aber eine gute Lösung sein.

  • Lassen Sie sich die Gesamtkosten berechnen, wenn Sie Geräte vergleichen: Kaufpreis inkl. Stromkosten über 8 Jahre Nutzungsdauer.

Einsparpotenzial

Im Vergleich zu herkömmlichen Modellen mit Glastür oder Glasabdeckung lassen sich mit energieeffizienten Geräten 30 bis 60 % Energie einsparen, im Vergleich zu offenen Impulsgeräten sogar noch deutlich mehr.

Energieeffizienz ist mit offenen Verkaufskühlmöbeln nicht möglich. Das ist auch immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten bewusst. So zeigte zum Beispiel eine Befragung von 1000 Personen in Deutschland, dass über 80% es gut fänden, wenn die derzeit offenen Kühltheken für Nahrungsmittel in Zukunft mit verschliessbaren, durchsichtigen Türen versehen würden.

Wie das folgende Beispiel zeigt, braucht ein offenes Verkaufskühlmöbel 8-mal so viel Strom wie ein Topten-Gerät mit sehr guter Effizienz. Ein typischer Glastür-Kühlschrank braucht 2.5-mal so viel Strom wie ein Glastür-Kühlschrank gelistet auf Topten.ch.

Gerät

Offenes Verkaufskühlmöbel

Glastür-Kühlschrank typisch

Glastür-Kühlschrank Topten

Energieeffizienz

Schlecht

Mittel

Sehr gut

Nutzinhalt (Liter)

324

346

350

Stromkosten (Fr. in 8 Jahren)

11'400

3'500

1'450

Kaufpreis (Fr.)

1'800

2'400

3'000

Gesamtkosten über Lebensdauer (Fr.)

13'200

5'900

4'450

Dieses Beispiel verdeutlicht die erheblichen Unterschiede, die auch heute noch zwischen Kühlmöbeln gleicher Grösse und identischem Einsatzzweck bestehen. Während im vorliegenden Beispiel lediglich ein kleiner Kühlschrank verglichen wird, zeigen sich bei der Betrachtung eines grossen Kühlregals – wie es typischerweise in Supermärkten eingesetzt wird – sehr rasch Einsparpotenziale in der Grössenordnung von mehreren zehntausend Franken über die gesamte Lebensdauer. Bei Tiefkühlregalen, deren Energieverbrauch naturgemäss noch höher ist, können die Einsparungen sogar sechsstellige Beträge erreichen.

Förderprogramm

Topten fördert gewerbliche Kühlgeräte – jetzt informieren und Förderantrag stellen.

Kältemittel

Topten listet Verkaufskühlmöbel ausschliesslich mit natürlichen Kältemitteln, weil sie besonders umweltfreundlich und zukunftssicher sind. Dazu zählen vor allem R290 (Propan), R600a (Isobutan) und R744 (CO₂).

Im Gegensatz zu synthetischen Kältemitteln tragen natürliche Kältemittel kaum zur Klimaerwärmung bei. Das GWP (Global Warming Potential) gibt an, wie stark ein Kältemittel das Klima belastet. Natürliche Kältemittel haben einen sehr niedrigen GWP-Wert, meist zwischen 0 und 3, während viele herkömmliche Kältemittel ein deutlich höheres Treibhauspotenzial aufweisen.

Mit der Auswahl von Geräten mit natürlichen Kältemitteln vermeidet man Umweltbelastungen und ist auch langfristig auf der sicheren Seite - unabhängig von zukünftigen gesetzlichen Verschärfungen.

Energie-Etikette

  1. QR-Code zum Eintrag in der EPREL-Datenbank

  2. Name oder Handelsmarke des Lieferanten/Herstellers

  3. Typenbezeichnung/Modellbezeichnung

  4. Energieeffizienzklasse

  5. Jährlicher Energieverbrauch in kWh/Jahr

  6. Je nach Gerätekategorie Nutz- bzw. Bruttoinhalt in Litern (L) oder Warenpräsentationsfläche TDA (m2)

  7. Temperaturklasse: zeigt die höchsten beziehungsweise tiefsten Temperaturen in der Normprüfung

  8. Klimaklasse: zeigt die höchste Umgebungstemperatur, für die sich das Gerät eignet

  9. Bezeichnung der EU-Verordnung

Bei der Energie-Etikette für Getränkekühler und für Glacé-Truhen ("Speiseeis-Gefriermaschinen") sehen die Symbole im unteren Drittel des Labels minimal anders aus. Bei Getränkekühlern wird das Bruttovolumen (in Litern) auf der Etikette angezeigt. Bei Glacé-Truhen wird der Nutzinhalt (in Litern) angezeigt. Bei Supermarkt-Kühlgeräten wird die Warenpräsentationsfläche in m2 angezeigt (TDA = Total Display Area).

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