Ratgeber Staubsauger

Mit 800'000 verkauften Geräten pro Jahr gehören Staubsaugern zu den meist verkauften Haushaltsgeräten in der Schweiz. Über 4 Millionen Staubsauger stehen heute in Schweizer Haushalten. Zusammen verbrauchen sie pro Jahr rund 300 Millionen Kilowattstunden - Strom für insgesamt 60 Millionen Franken. Die Stromkosten während einer 15-jährigen Lebensdauer sind teilweise sogar höher als der Kaufpreis.

Hinweis zur Energieetikette für Staubsauger

Seit anfangs 2019 ist die Energieetikette für Staubsauger in der EU ungültig. Bereits vorhandene Energieetiketten müssen in der Schweiz (Online, Offline) aber nicht entfernt werden. In der Schweiz dürfen Lieferanten von Staubsaugern ohne Energieetikette in der Schweiz verkaufen. Die Mindestanforderungen für Staubsauger bleiben aber weiterhin bestehen, insbesondere dürfen neue Staubsauger weiterhin maximal nur 900 Watt verbrauchen. Alle Details zur rechtlichen Situation sind in den Auswahlkriterien der Staubsauger beschrieben.

Sparen mit einem Topten-Staubsauger

Mit einem effizienten Topten-Staubsauger (A+++) lassen sich gegenüber einem alten Altgerät (ca. 10 Jahre alt) rund 19 CHF Stromkosten pro Jahr sparen. Über 10 Jahre sind das 190 CHF.

Hier finden Sie direkt den richtigen Staubsauger

Schlittensauger mit Beutel
Bequemes Entsorgen des Staubes

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Schlittensauger ohne Beutel
Keine zusätzlichen Kosten für Ersatzbeutel

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Kauf-Tipps

Geräte mit Topten-Label: Wählen Sie einen passenden Staubsauger gemäss www.topten.ch. Alle dort gelisteten Geräte haben eine maximale Nennleistungaufnahme von 700 Watt. Das Bestgerät liegt zurzeit sogar bei 350 Watt. Eine tiefe Watt-Zahl hat wenig mit der tatsächlichen Reinigungsleistung zu tun. Für eine bessere Leistung ist vielmehr die Motorenart, die Konstruktion des Gebläses und die Düsen ausschlaggebend.

Keine Saugroboter oder Akkustaubsauger kaufen: Aus Effizienz- und Reinigungsgründen sind diese neuen Geräte (noch) nicht zu empfehlen, die Testsieger reinigen weniger gut als normale Bodenstaubsauger mit Kabel (siehe Stiftung Warentest 2/2018 und 3/2019).

Mit oder ohne Staubbeutel? Bei beutellosen Modellen kann das Leeren des Staubbehälters umständlicher und mit Staubemissionen verbunden sein, dafür fallen die Zusatzkosten für Ersatzbeutel weg. Zudem bleib bei beutellosen Staubsaugern die Staubaufnahme bei zunehmendem Füllungsgrad konstant. Bei Modellen mit Beutel kann die Staubaufnahme hingegen deutlich sinken, wenn der Beutel nicht mehr leer ist.

Staubemission: Vor allem für Allergiker ist es wichtig auf die Staubemissionsklasse eines Staubsaugers zu achten. Kaufen Sie unbedingt ein Gerät der Emissionsklasse A. Für Allergiker gibt es sogar Geräte, die den Grenzwert der Klasse A deutlich überschreiten.

Lautstärke: Die Lärmbelastung wird in Dezibel (dB) angegeben. Seit September 2017 dürfen Staubsauger ein Geräuschlevel von 80 dB nicht überschreiten. Je tiefer der dB-Wert, desto besser. Bereits kleine Unterschiede von 2-3 dB sind deutlich hörbar.

Staubaufnahme: Viele Geräte saugen auf dem Teppich schlechter als auf einem Hartboden. Die Teppichbodenreinigungsklasse C ist heute daher nicht schlecht. Allerdings gibt es bereits Staubsauger, die es sowohl auf Hartboden als auch auf Teppich in die Klasse A schaffen. Ab 2017 müssen alle Staubsauger mindestens die Reinigungsklassen E auf Hartböden erreichen.

Tipps für effizientes Staubsaugen

Die passende Bürste wählen: Da die Reinigungsleistung von der Bürste beeinflusst wird, empfiehlt es sich die Gebrauchsanweisung zu beachten und die Aufsätze gezielt auszuwählen. Die Standardbürste ist geeignet für Teppich und Parkett. Spezialbürsten gibt es für die Reinigung von kleinen Gegenständen (PC-Tastatur, Stereoanlage), für Polstermöbel und Sitze sowie für die Innenreinigung von Fahrzeugen.

Beutel und Filter regelmässig wechseln: Der Staubbeutel muss rechtzeitig ausgetauscht werden, spätestens wenn die Wechselanzeige am Staubsauger aufleuchtet. Sind die Poren der Papiersäcke verstopft, lässt die Saugleistung nach und der Motor muss unnötig viel Leistung erbringen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Filter. Ein regelmässiges Austauschen (ca. alle 2 bis 3 Monate) oder Säubern des Filters trägt zu einer verbesserten Reinigungsleistung bei. Für einen herkömmlichen Hausgebrauch genügt ein normaler Mikrofilter. Feinere Filter (z.B. HEPA-Filter oder S-Klasse-Filter) sind nur für Allergiker notwendig. Ein Aktivkohlefilter absorbiert unangenehme Gerüche, die sich im Staubbeutel bilden können

Den eigenen Rücken schonen: Um Rückenschmerzen vorzubeugen empfiehlt es sich ein Gerät mit einem verstellbaren Teleskoprohr zu kaufen. Dieses können Sie an ihre Körpergrösse anpassen und sich dadurch möglichst aufrecht bewegen.

Langsam und gleichmässig saugen: Je langsamer und gleichmässiger gesaugt wird, desto mehr Schmutz kann aufgenommen werden. Tiefer liegende Schmutzpartikel werden nur entfernt, wenn mehrmals über die gleiche Stelle gefahren wird.

Reparatur: Falls Ihr Gerät oder Teile davon kaputtgehen, erkundigen Sie sich zunächst, ob Sie Ersatzteile (wie beispielsweise einen neuen Schlauch oder eine Düse) bestellen können. Dies ist billiger und schont zudem die Umwelt.

Entsorgung: Sie können alte Staubsauger kostenlos bei einer Verkaufsstelle zurückgeben, auch wenn Sie kein neues Gerät kaufen. Weitere Infos finden Sie unter SENS und in der eidgenössischen "Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und Elektronischer Geräte" (VREG).

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03/2019 Rothwell/Bush/Berger-Wey


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