Mit 800'000 verkauften Geräten pro Jahr gehören Staubsauger zu den meistverkauften Haushaltsgeräten in der Schweiz. Über 4 Millionen Staubsauger stehen heute in Schweizer Haushalten. Zusammen verbrauchen sie pro Jahr rund 300 Millionen Kilowattstunden – Strom für insgesamt 60 Millionen Franken. Die Stromkosten während einer 15-jährigen Lebensdauer sind teilweise sogar höher als der Kaufpreis.
Keine Energieetikette für Staubsauger
Seit dem 18.1.2019 ist die Energieetikette für Staubsauger in der EU ungültig, weil die Europäische Verordnung 665/2013 vom Gericht der Europäischen Union annulliert wurde (siehe Amtsblatt der Europäischen Union vom 13.3.2019).
Das Gerichtsurteil hat keine Auswirkungen auf die Ökodesign-Anforderungen für Staubsauger oder die Anforderungen an die Energieverbrauchskennzeichnung für andere Produkte. Die Informationspflichten der Hersteller für die spezifischen Ökodesign-Anforderungen an Staubsauger sind immer noch gültig, insbesondere auch die Angaben zur Nennleistungsaufnahme (in Watt). Zurzeit wird die Einführung einer Energieettikette für Staubsauger und die damit verbundenen Messmethoden erneut diskutiert. Dieser Prozess befindet sich noch ganz am Anfang und es wird noch mehrere Jahre dauern, bis eine neue Energieetikette verabschiedet wird. Die neue Etikette soll auch beutellose, Akkubetriebene und Roboterstaubsauger umfassen und deren Energieeffizienz vergleichbar machen.
Für die Schweiz gilt die folgende Auslegung (siehe Webseite Bundesamt für Energie und energeiaplus.com).
Kauftipps
Sparen mit einem Topten-Staubsauger
Mit einem effizienten Topten-Staubsauger lassen sich gegenüber einem Altgerät (ca. 10 Jahre alt) rund 19 CHF Stromkosten pro Jahr sparen. Mit einer durchschnittlichen Nutzung sind das über eine typische Lebensdauer von 10 Jahren 190 CHF.
Hier finden Sie direkt den richtigen Staubsauger
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Die besten Staubsauger ohne BeutelKeine zusätzlichen Kosten für Ersatzbeutel |
Nennleistung ist kein Kriterium für Sauberkeit: Wählen Sie einen passenden Staubsauger gemäss Topten. Alle dort gelisteten Geräte haben eine maximale Nennleistungsaufnahme von 700 Watt. Das Bestgerät liegt zurzeit sogar bei 350 Watt. Eine tiefe Watt-Zahl hat wenig mit der tatsächlichen Reinigungsleistung zu tun. Für eine bessere Leistung sind vielmehr die Motorenart, die Konstruktion des Gebläses und die Düsen ausschlaggebend.
Keine Saugroboter oder Akkustaubsauger kaufen: Grundsätzlich verbraucht ein herkömmlicher Staubsauger weniger Energie als ein Akkustaubsauger oder ein Saugroboter. Grund dafür ist der Dauerbetrieb der Ladestation und das Nutzerverhalten. Denn während der Saugroboter fährt, ob es ihn braucht oder nicht, werden Handstaubsauger gezielt eingesetzt.
Mit oder ohne Staubbeutel? Bei beutellosen Modellen kann das Leeren des Staubbehälters umständlicher und mit Staubemissionen verbunden sein, dafür fallen die Zusatzkosten für Ersatzbeutel weg. Zudem bleibt bei beutellosen Staubsaugern die Staubaufnahme bei zunehmendem Füllungsgrad konstant. Bei Modellen mit Beutel kann die Staubaufnahme hingegen deutlich sinken, wenn der Beutel voll wird.
Staubsauger für Allergiker: Am zuverlässigsten arbeiten Modelle mit HEPA 13 oder 14, abgedichtetem Luftweg und guter Tierhaarleistung, sowie Kombimodelle mit Wasserfilter und HEPA-Filtern. Modelle mit einer solchen Ausstattung gelten als beste Staubsauger für Allergiker, weil sie dauerhaft niedrige Feinstaubwerte und stabile Filterqualität erreichen.
Lautstärke: Die Lärmbelastung wird in Dezibel (dB) angegeben. Seit September 2017 dürfen Staubsauger ein Geräuschlevel von 80 dB nicht überschreiten. Je tiefer der dB-Wert, desto besser. Bereits kleine Unterschiede von 2-3 dB sind deutlich wahrnehmbar.
Nutzungstipps
Die passende Bürste wählen: Da die Reinigungsleistung von der Bürste beeinflusst wird, empfiehlt es sich, die Gebrauchsanweisung zu beachten und die Aufsätze gezielt auszuwählen. Die Standardbürste ist geeignet für Teppich und Parkett. Spezialbürsten gibt es für die Reinigung von kleinen Gegenständen (PC-Tastatur, Stereoanlage), für Polstermöbel und Sitze, sowie für die Innenreinigung von Fahrzeugen.
Beutel und Filter regelmässig wechseln: Der Staubbeutel muss rechtzeitig ausgetauscht werden, spätestens wenn die Wechselanzeige am Staubsauger aufleuchtet. Sind die Poren der Papiersäcke verstopft, lässt die Saugleistung nach und der Motor muss unnötig viel Leistung erbringen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Filter. Ein regelmässiges Austauschen (ca. alle 2 bis 3 Monate) oder Säubern des Filters trägt zu einer verbesserten Reinigungsleistung bei. Für einen herkömmlichen Hausgebrauch genügt ein normaler Mikrofilter. Feinere Filter (z.B. HEPA-Filter oder S-Klasse-Filter) sind nur für Allergiker notwendig. Ein Aktivkohlefilter absorbiert unangenehme Gerüche, die sich im Staubbeutel bilden können.
Langsam und gleichmässig saugen: Je langsamer und gleichmässiger gesaugt wird, desto mehr Schmutz kann aufgenommen werden. Tiefer liegende Schmutzpartikel werden nur entfernt, wenn mehrmals über die gleiche Stelle gesaugt wird.
Reparatur: Falls Ihr Gerät oder Teile davon kaputtgehen, erkundigen Sie sich zunächst, ob Sie Ersatzteile (wie beispielsweise einen neuen Schlauch oder eine Düse) bestellen können. Dies ist billiger und schont zudem die Umwelt.
Entsorgungstipps
Sie können alte Staubsauger kostenlos bei einer Verkaufsstelle zurückgeben, auch wenn Sie kein neues Gerät kaufen. Weitere Infos finden Sie unter SENS und in der eidgenössischen "Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und Elektronischer Geräte" (VREG).
Weiterführende Informationen
Vacuumcleaners about to get quieter and do the same job with less energy. Coolproducts Webseite 8/2017 (nur auf Englisch verfügbar).
Ökodesign-Anforderungen an Staubsauger, gültig in der Schweiz ab 1. Januar 2015: (EU 666/2013)
Anforderungen an die Energieeffizienz und an das Inverkehrbringen und Abgeben netzbetriebener Staubsauger, Schweizerische Energieeffizienzverordnung (EnEV), Anhang 1.8. (2018)
Energieetikette für Staubsauger, (EU 665/2013) (ungültig in der EU ab 18. Januar 2019)
EN 60312, Staubsauger für den Hausgebrauch: Prüfverfahren zur Bestimmung der Gebrauchseigenschaften