Benzinrasenmäher sind laut und setzen beim Betrieb mit Normalbenzin krebserregendes Benzol frei. Auch bei der Verwendung von speziellem Gerätebenzin entstehen weiterhin Schadstoffemissionen. Moderne Elektro-Rasenmäher haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und sind heute in vielen Fällen die bessere Wahl, da sie leiser arbeiten, keine direkten Emissionen verursachen und dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
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Kauftipps
Elektrorasenmäher im Vergleich zu Benzinrasenmähern
Weniger Lärm
Elektro-Rasenmäher sind in der Regel deutlich leiser als Benzinmäher. Das ist in Wohnquartieren von grossem Vorteil. Allerdings lohnt es sich trotzdem, beim Kauf auf den Schallpegel zu achten, denn es gibt sehr leise, aber auch relativ laute Elektro-Rasenmäher. Das ist für Konsumenten aber nicht ganz einfach herauszufinden, weil dieser Wert von vielen Herstellern ziemlich zurückhaltend deklariert wird. Bei den hier aufgelisteten Elektro-Rasenmähern ist der maximale Schallpegel angegeben. Die Bandbreite reicht von 57 dB(A) bis 90 dB(A). Wichtig zu wissen: Gemäss Fachstelle Lärmschutz des Tiefbauamtes des Kantons Zürich entspricht ein um 3 dB erhöhter Pegel einer Verdoppelung der Schallintensität, die auf die Hörorgane einwirkt. Alle Rasenmäher bei topten.ch haben deshalb einen maximalen Schalleistungspegel von 90 dB(A).
Warum Elektro-Rasenmäher dennoch deutlich hörbar sind und nicht so leise wirken wie etwa Elektroautos, liegt am schnell rotierenden Messer. Dieses wirkt ähnlich wie ein Hubschrauberrotor: Durch die hohe Drehzahl entstehen Schneidgeräusche sowie Luftverwirbelungen, die den Hauptteil des Lärms verursachen.
Umweltfreundlich
Elektro-Rasenmäher sind frei von umwelt- und gesundheitsbelastenden Emissionen, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Bei den meisten Stromversorgern kann man solchen Strom gegen einen Aufpreis beziehen – von der Teil- bis zur Vollversorgung des ganzen Haushalts. Die Höhe des Aufpreises richtet sich nach Qualitätsstufen der Stromproduktion und dem Liefermix.
Relativ geringer Stromverbrauch
Elektro-Rasenmäher verbrauchen insgesamt vergleichsweise wenig Strom. Dabei ist jedoch zwischen handgeführten Geräten und Mährobotern zu unterscheiden: Handgeführte Elektro-Rasenmäher weisen meist eine elektrische Leistungsaufnahme zwischen 1000 und 1800 Watt auf. Unter der Annahme, dass ein Gerät mit 1500 Watt von April bis September einmal pro Woche während zwei Stunden im Einsatz ist, ergibt sich ein Stromverbrauch von rund 70 Kilowattstunden (kWh), was etwa 21 Franken entspricht. Mähroboter arbeiten mit deutlich geringerer Leistung von meist 20 bis 100 Watt, sind dafür aber häufiger im Einsatz, oft täglich. Über die gesamte Saison ergibt sich dennoch ein vergleichbarer oder sogar tieferer Stromverbrauch von etwa 20 bis 60 kWh pro Jahr, was Stromkosten von ungefähr 6 bis 18 Franken entspricht, je nach Nutzung und Stromtarif.
Je breiter, desto schwerer und lauter
Elektro-Rasenmäher gibt es in verschiedenen Ausführungen – mit Elektrokabel, mit Akku oder als Mähroboter. Sie unterscheiden sich zunächst in der Schnittbreite. Bei den Topten-Modellen reicht diese von 30 bis 56 Zentimetern. Je grösser die Schnittbreite, desto schneller kann eine Rasenfläche gemäht werden. Allerdings steigt mit zunehmender Breite meist auch das Gewicht des Rasenmähers an, was die Handlichkeit erschweren kann. Ebenso gilt in der Regel die Gleichung: Je breiter desto lauter.
Die verschiedenen Typen von Rasenmähern
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MähroboterProgrammgesteuerte Mähroboter übernehmen wie von Geisterhand die Rasenpflege. Zu vorprogrammierten Tageszeiten verlassen sie ihre Ladestation, um den Rasen zu mähen und kehren selbständig zurück, wenn der Akku wieder aufgeladen werden muss. So unabhängig, wie es scheint, sind Mähroboter allerdings nicht. Vor ihrem Einsatz muss zuerst einmal ein langes, dünnes Stromkabel verlegt werden – entweder auf der Rasenoberfläche oder 2 bis 3 Zentimeter unter der Oberfläche. Diese sogenannte Induktionsschleife muss an einen Transformator angeschlossen werden, der mit Schwachstrom gespeist wird. An dieser Induktionsschleife orientieren sich Mähroboter. Sie sind „Mulchmäher" und nehmen das Gras nicht auf, sondern lassen es auf dem Rasenboden liegen. Wenn nur wenige Millimeter abgeschnitten werden, ist das kein Problem. Der Rasenschnitt verrottet schnell. Andernfalls muss der Rasenschnitt aufgenommen werden. Die Bequemlichkeit hat ihren Preis: Mähroboter sind teurer als herkömmliche Elektro-Rasenmäher, wobei die Preise je nach Modell und Ausstattung von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Franken reichen. In den letzten Jahren sind insbesondere Einsteigermodelle deutlich günstiger geworden. Achtung: Mähroboter können für Igel, insbesondere für Jungtiere, gefährlich sein. Zwar werden zunehmend Geräte mit Sensoren und KI-gestützter Hinderniserkennung angeboten, die Tiere erkennen sollen. In der Praxis funktioniert dies jedoch noch nicht zuverlässig genug, um kleine Wildtiere wie Igel wirksam zu schützen. Daher gilt weiterhin: Die Rasenfläche sollte vor dem Mähen kontrolliert und der Mähroboter möglichst nur tagsüber eingesetzt werden. Auf einen nächtlichen Betrieb sollte unbedingt verzichtet werden, da viele Tiere dann aktiv sind. |
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Elektro-Rasenmäher (Kabel und Akku)Klassische Elektro-Rasenmäher sind die am weitesten verbreitete Lösung für die Rasenpflege. Sie werden von Hand geführt und eignen sich für die meisten Gärten rund ums Haus. Es gibt sie als kabelgebundene Modelle sowie als Akku-Rasenmäher. Kabelgeräte liefern konstant Leistung, sind meist günstiger und leichter, schränken jedoch durch das Stromkabel die Bewegungsfreiheit ein. In verwinkelten oder abgelegenen Gartenbereichen bieten Akku-Rasenmäher mehr Flexibilität, sind dafür etwas teurer und in der Laufzeit begrenzt. Viele Hersteller setzen zudem auf einheitliche Akkusysteme. Dabei kann ein Akku für mehrere Geräte desselben Herstellers wie Heckenscheren, Laubbläser oder Bohrmaschinen verwendet werden. Die Geräte schneiden das Gras mit einem rotierenden Messer und sammeln es in einem Fangkorb oder verteilen es als Mulch auf dem Rasen. Sie sind deutlich leiser und wartungsärmer als Benzinrasenmäher und lassen sich einfach starten. Für kleine bis mittelgrosse Flächen stellen sie heute in vielen Fällen die praktikabelste Lösung dar. |
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HandrasenmäherAm umweltfreundlichsten und leisesten bleibt natürlich das Rasenmähen mit eigener Muskelkraft. Das braucht nicht mit der Sense zu sein, obwohl sich die urtümliche Technik des Grasschnitts zunehmender Beliebtheit erfreut. Auch handbetriebene Spindelrasenmäher sind eine gute Wahl, wenn die Rasenfläche ums Haus nicht allzu gross und einfach zu mähen ist. Sie schneiden das Gras präzise, sind leise und fördern erst noch die persönliche Fitness. |
Checkliste: Wichtige Aspekte beim Kauf
Vor dem Kauf eines Elektro-Rasenmähers sollten vor allem auch folgende Punkte beachtet werden: Grösse und Beschaffenheit der Rasenfläche, Stromversorgung und Kabel-Handhabung, Einstellung und Anzahl der Schnittstufen sowie ein höhenverstellbarer Schubgriff.
Rasenfläche: Wie gross ist die Rasenfläche? Bis 150 m² eignen sich handbetriebene Spindelmäher oder kleinere und leichtere Elektro-Rasenmäher mit Schnittbreiten von 32 cm. Bei grösserer Fläche (bis 250 m²) ist eine etwas grössere Schnittbreite von 34 cm empfehlenswert. Für Rasenflächen bis 500 m² lohnt sich ein leistungsstärkeres Modell mit einer Schnittbreite zwischen 37 und 48 cm.
Kabel: Kabelbetriebene Elektro-Rasenmäher bergen immer das Risiko, dass das Stromkabel unters Messer gerät. Eine automatische Kabelaufwicklung kann diese Gefahr verringern. Zumindest sollte das aufgerollte Kabel an einer Klemme am Mäher fixiert werden können. Bei Hindernissen und verwinkelten Rasenflächen kann sich das Kabel auch verheddern und die Bewegungsfreiheit einschränken.
Akku: Bei Akku-betriebenen Elektro-Rasenmähern entfällt das Kabelproblem. Sie sind allerdings nicht so leistungsstark und kosten etwas mehr. Topten empfiehlt nur Akku-Rasenmäher mit effizienten und umweltfreundlichen Lithium-Ionen-Batterien. Sie entladen sich weniger, enthalten keine umweltgefährdenden Stoffe und sind schnell wieder aufgeladen. Typische Akkukapazitäten liegen heute zwischen 2 und 6 Ah, bei Spannungen von 18 bis 36 Volt. Je nach Gerät und Grasbedingungen reicht eine Akkuladung für etwa 30 bis 60 Minuten Betrieb bzw. für 200 bis 500 m² Rasenfläche. Die Ladezeit beträgt meist 1 bis 3 Stunden. Für grössere Flächen kann sich ein Zweitakku lohnen. Einige Modelle verfügen über zwei Akku-Steckplätze, sodass mit zwei Akkus gearbeitet und die Laufzeit entsprechend verlängert werden kann.
Schnittbreite/Fangsack: Je geringer die Schnittbreite, desto kleiner ist das Volumen des Fangsacks fürs geschnittene Gras. Ein Gerät mit Schnittbreite von 32 cm benötigt fürs Mähen einer Fläche von etwa 500 m² fast doppelt so lange wie ein Mäher mit 40 cm Schnittfläche und entsprechend grösserem Fangsack. Der kleinere Fangsack des schmaleren Mähers muss etwa doppelt so oft geleert werden. Sogenannte Mulch-Rasenmäher haben keinen Fangsack. Sie verteilen das fein geschnittene Gras wieder auf dem Rasen.
Schnittstufen: Die meisten Elektro-Rasenmäher bieten mehrere Schnitthöhen, meist im Bereich von etwa 20 bis 70 mm. Üblich sind 3 bis 7 Stufen, die je nach Modell eingestellt werden können. Für Zierrasen wird eher kürzer gemäht (ca. 20–40 mm), während Gebrauchsrasen etwas länger bleiben kann (ca. 30–60 mm). Praktisch sind Geräte mit zentraler Schnitthöhenverstellung, bei denen sich alle Räder gleichzeitig verstellen lassen. Noch einfacher ist eine stufenlose Einstellung, da sich die Höhe genauer anpassen lässt.
Schubgriff: Der Schubgriff sollte höhenverstellbar sein, um der Körpergrösse angepasst werden zu können. Vorteilhaft ist auch, wenn der Schubgriff einklappbar ist. So kann das Gerät platzsparend verstaut werden.
Gewicht: Mit zunehmender Schnittbreite nimmt in der Regel auch das Gewicht des Rasenmähers zu. Je schwerer das Gerät, desto mehr Kraft muss beim Schieben aufgewendet werden. Bei schweren Rasenmähern gibt es Modelle mit Radantrieb, was die Arbeit erleichtert.
Reparierbarkeit: Klassische Elektro-Rasenmäher (mit Kabel oder Akku) lassen sich in der Regel gut reparieren. Sie sind relativ einfach aufgebaut, und typische Verschleissteile wie Messer oder Akkus können oft ersetzt werden. Benzinrasenmäher sind grundsätzlich ebenfalls reparierbar, der Aufwand ist aber meist höher, da Motor und Technik deutlich komplexer sind und mehr Wartung benötigen. Unterschiede gibt es je nach Modell und Hersteller, etwa bei der Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder der Zugänglichkeit der Komponenten. Deutlich schlechter sieht es bei Mährobotern aus: Diese sind technisch komplex, stark verbaut und in der Praxis oft nur eingeschränkt reparierbar. So lässt sich beispielsweise der Akku bei vielen Modellen nicht ohne Weiteres selbst ausbauen und austauschen. Orientierung bietet der französische Reparatur-Index, der die Reparaturfreundlichkeit bewertet. Topten weist diesen Index bei verfügbaren Modellen aus und ermöglicht eine Sortierung danach.
Wohin mit dem Rasenschnitt?
Für Rasenschnitt gibt es, abgesehen von der Entsorgung via Grünabfuhr, drei verschiedene Verwendungsarten.
Öfter mähen und kurzen Rasenschnitt einfach liegenlassen. Die oft gehörte Behauptung, es würde sich dann viel Moos entwickeln, wird von der Praxis widerlegt. Beim sogenannten Mulchen wird das Schnittgut fein zerkleinert und direkt wieder auf dem Rasen verteilt. Es schützt den Boden vor dem Austrocknen und wirkt gleichzeitig als natürlicher Dünger. Zudem spart man sich das Entleeren des Fangbehälters. Es gibt spezielle Mulchmäher ohne Auffangvorrichtung. Viele herkömmliche Rasenmäher lassen sich aber auch mit einem Mulch-Einsatz nachrüsten und wahlweise im Mulchbetrieb verwenden.
Rasen wie gewohnt mähen und das Schnittgut gleich anschliessend als Mulch verwenden: in den Hecken, auf Rabatten und Gartenbeeten. Nur schleierdünn ausbringen, keine Grasklumpen (Gefahr von Fäulnis).
Rasenschnitt eignet sich gut für den Kompost, sollte jedoch nicht alleine eingebracht werden. Da er sehr feucht ist, muss er mit ausreichend trockenem, strukturreichem Material wie Häcksel- bzw. Schreddergut, Zweigen oder Laub gemischt werden. Als Faustregel kann eine ähnliche Menge Strukturmaterial sinnvoll sein, entscheidend ist jedoch eine lockere, gut durchlüftete Mischung, um Fäulnis zu vermeiden.
Entsorgung eines Rasenmähers
In der Schweiz ist die Entsorgung von Rasenmähern klar geregelt und auf Recycling ausgelegt. Wichtig ist: Ein Rasenmäher gehört nicht in den Hausmüll, sondern muss fachgerecht abgegeben werden.
Elektrorasenmäher fallen unter die Regelung für Elektro- und Elektronikgeräte. In der Schweiz können sie bei jeder Verkaufsstelle, die Rasenmäher anbietet, kostenlos zurückgegeben werden. Händler sind verpflichtet, alte Geräte auch ohne Neukauf zurückzunehmen. Die Entsorgung wird in der Regel über vorgezogene Entsorgungsbeiträge finanziert, die bereits im Preis von Neugeräten enthalten sind. Organisationen wie SENS und SWICO sorgen für das fachgerechte Recycling.
Ein wichtiger Punkt ist der Akku: Dieser sollte – wenn möglich – separat entnommen und ebenfalls bei einer Sammelstelle abgegeben werden. Akkus enthalten wertvolle Rohstoffe, aber auch Schadstoffe, die nicht in die Umwelt gelangen dürfen.
Bei Benzinrasenmähern ist etwas mehr Vorbereitung nötig. Vor der Entsorgung sollten Benzin- und Ölreste entfernt werden. Diese dürfen keinesfalls in den Abfluss oder in die Natur gelangen, sondern müssen bei einer kommunalen Sonderabfallstelle abgegeben werden. Danach kann das Gerät ebenfalls zum Recyclinghof gebracht werden.
Viele Gemeinden betreiben eigene Wertstoffhöfe (Recyclinghöfe), bei denen man den alten Rasenmäher unkompliziert abgeben kann.
Weiterführende Informationen
DIN EN ISO 4871: Akustik - Angabe und Nachprüfung von Geräuschemissionswerten von Maschinen und Geräten: 2009
Der Blaue Engel: Gartengeräte DE-UZ 206
Lauter, stärker, besser? Was Sie über aktuelle Rasenmäher wissen müssen, Swisscom Nachhaltigkeitsblog, April 2019
www.kompost.ch Kompostforum Schweiz