38 % der in der Schweiz verbrauchten Endenergie gehen auf das Konto des Verkehrs. Zudem verursacht der Verkehr beinahe ein Drittel des gesamten CO2-Ausstosses der Schweiz. Die Energieeffizienz von Elektroautos ist über einen Faktor drei besser als jener von Autos mit Verbrennungsmotoren. Das heisst, der Umstieg auf ein Elektroauto spart mehr als zwei Drittel der bisher benötigten Energie ein.
Der motorisierte Strassenverkehr ist für fast die Hälfte der Stickoxidemissionen verantwortlich. Bei den Feinstaubemissionen (PM10) beträgt dieser Anteil rund ein Drittel. Allein die durch den Strassenverkehr verursachte Feinstaubbelastung führt jedes Jahr zu Gesundheitskosten von über drei Milliarden Franken.
Während Stickoxide bei Verbrennungsprozessen entstehen, stammen rund 60 Prozent der Feinstaubemissionen vom Reifenabrieb auf der Fahrbahn und 40 Prozent aus dem Verbrennungsprozess. Ein Elektrofahrzeug stösst im Betrieb deshalb keine Stickoxide aus und verursacht weniger Feinstaub als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, auch wenn durch den Reifenabrieb weiterhin Partikel entstehen.
Strassen sind die grössten Lärmverursacher in der Schweiz. Trotz Fortschritten beim Schutz bleibt der Strassenlärm eine Herausforderung für die Gesundheit und Lebensqualität und verursacht externe Kosten von rund 2 Milliarden Franken jährlich. Ab ca. 25 km/h ist das Rollgeräusch bei Autos die dominierende Lärmquelle. Deshalb sind Temporegulierungen und die Verwendung leiser Beläge die wirkungsvollsten Massnahmen gegen Lärm. Unter 25 km/h, wie es häufig im Siedlungsraum vorkommt, sind Elektroautos leiser als Verbrenner.
Kauftipps
Alternativen zum eigenen Auto
Ein schweres Fahrzeug zu bewegen, um oftmals nur eine Person zu transportieren, ist energetisch wenig effizient. Wenn immer möglich sollten andere Mobilitätsangebote genutzt werden. Für lange Strecken die Bahn, für kürzere Strecken den Bus, das Tram oder das Velo. Für Fahrten ausserhalb des ÖV-Angebotes, für Gütertransporte oder für Gelegenheitsfahrten bieten sich die Fahrzeuge von Mobility CarSharing an. Mobility CarSharing macht die Kombination von öffentlichem und Individualverkehr möglich. Mobility-Fahrzeuge können rund um die Uhr reserviert und benutzt werden. Da ein Auto in der Schweiz durchschnittlich 23 Stunden am Tag nicht gebraucht wird, bietet es sich an, das Auto mit Nachbarn oder Bekannten zu teilen.
Energieetikette für Fahrzeuge Personenwagen
Die Energieetikette für Personenfahrzeuge informiert über den Treibsoffverbrauch, den CO2-Ausstoss und die Energieeffizienz.

Die Energieetikette für Personenwagen ist in der Schweiz verpflichtend. Sie soll die Orientierung beim Kauf vereinfachen. Bei sämtlichen Energieträger wir die gesammte Wirkungskette, also von der Energiequelle bis zum Rad beurteilt. Um dem gerecht zu werden werden die Umweltkennwerte zur Berchnung der Energieetikette jährlich duch das Bundesamt für Energie angepasst. weiter Inforamtionen zu der Energieetikette für Personenwagen sind hier zu finden.
Hybrid vs. Elektro
Elektrofahrzeuge sind günstiger und nachhaltiger wie Hybrid- oder Verbrennungsfahrzeuge. Die erste Wahl sollte jedoch das Fahhrrad oder der ÖV sein, die zweite Wahl ist ganz klar das Elektroauto!
Plug-in-Hybride
Hybridautos verfügen über eine Kombination von Verbrenner- und Elektroantrieb. Beim Bremsen fungiert der Elektromotor als Generator und speist die Batterie mit Strom. Meistens arbeiten Elektromotor und Benzinmotor gemeinsam. Aufgrund der relativ kleinen Batterie können Hybridautos nur wenige Kilometer rein elektrisch fahren. Besonders geeignet sind Hybridautos im Stadtverkehr. Bei Überlandfahrten hingegen verursacht das hohe Fahrzeuggewicht (Batterie) einen höheren Treibstoffverbrauch. Plug-in-Hybridautos verfügen über eine leistungsfähigere und grössere Batterie, welche auch mittels einer Ladestation mit Strom versorgt werden kann. Dadurch steigt die rein elektrische Reichweite, jedoch auch das Fahrzeuggewicht. Eine Studie des FraunhoferInstituts ziegt, dass die Emissionen von Plug-in-Hybride in der Vergangenheit zu gut dargestellt wurden. Grund dafür ist, dass die Annahmen zur Berechung des Verbrauchs zu optimistisch waren. Der reale elektrische Fahranteil liegt nur bei etwa 46 % und nicht wie angenommen zwischen 70 - 85 %. Dies hat einen erheblichen Einfluss auf die Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs. Hinzu kommt, dass viele Plug-in-Hybrid-Modelle nicht schnelladefähig sind: Trotz der kleinen Batterie und bescheidenen Reichweite dauert das Laden lange. Es ist zu erwarten, dass Plug-in-Hybride aufgrund der sinkenden Kosten von Elektrofahrzeugen in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren. Auch haben einige Hersteller bereits angekündigt, die Entwicklung neuer Modelle auslaufen zu lassen. Topten rät vom Kauf von Plug-in-Hybriden ab.
Elektroantrieb
Autos, die ausschliesslich durch einen Elektromotor angetrieben werden, stossen im Betrieb keine Abgase aus. Sie verfügen über eine grössere Batterie wie die Hybridmodelle, um die Reichweite zu gewährleisten. Durch die grössere Batterie belastet die Herstellung eines Elektroautos die Umwelt etwas stärker als die Herstellung eines Autos mit Verbrennungsmotor. Über die Lebensdauer ist das Elektroauto jedoch umweltfreundlicher. Durch das Batterie-Recycling wird auch die Herstellung von Elektroautos stetig sozialverträglicher und umweltfreundlicher.
Kostenvergleich
Wer die Kosten über die gesamte Besitzdauer vergleicht, stellt fest: Elektroautos schneiden auch finanziell sehr gut ab. Eine Studie von EnergieSchweiz aus dem Jahr 2023 zeigt, dass Elektroautos über ihre Lebensdauer hinweg in allen Fahrzeugklassen die tiefsten Gesamtkosten verursachen.

Die Grafik zeigt den Kostenvergleich bei Mittelklassewagen. Beim Kauf eines Elektrofahrzeugs können im Vergleich zu einem Verbrenner über die gesamte Besitzdauer beinahe 20 Prozent der Kosten eingespart werden. Bei den Oberklassewagen sind es immer noch 15 Prozent. Weitere zum Aufbau der Studie und weitere Resultate sind hier zu finden.

Nachhaltigkeit
Die geringsten Umweltauswirkungen hat ein Elektroauto, das mit erneuerbarem Strom betrieben wird. Im Vergleich zu einem Benzinfahrzeug stösst es über den gesamten Lebenszyklus 65 Prozent weniger Treibhausgasemissionen aus. Insgesamt belastet es die Umwelt um 44 Prozent weniger. Leider wurden in der Studie keine Plug-in-Hybride untersucht. Bei einem Fahranteil des Benzinmotors von bis zu 85 Prozent ist jedoch davon auszugehen, dass der Hybrid bei den direkten Emissionen nur gering besser abschneidet wie ein reines Benzinfahrzeug. Zusätzlich entstehen höhere Umweltbelastungen durch die Herstellung der Batterie.

Lademöglichkeiten
In der Schweiz gibt es etwa 17'000 öffentliche Ladestationen für Elektroautos. Wenn Sie sich also überlegen, ob Ihr nächstes Auto ein Elektroauto sein sollte: Für Lademöglichkeiten in Ihrer Nähe ist gesorgt! Die öffentlichen Ladestationen sind in der schweiz sind hier einsehbar.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten um ein Elektroauto zu laden:
Ladestation Zuhause
Mit eigener Wallbox zu Hause laden Sie einfach über Nacht und müssen nur in Ausnahmefällen unterwegs laden.Ladestation am Arbeitsplatz
Tagsüber ist oftmals Laden am Arbeitsplatz möglich, fragen Sie Ihren Arbeitgeber.Laden im Quartier
An öffentlichen langsamen Ladestationen in der Nähe vom Wohnort.Öffentliche Ladestation
Öffentliche Ladestationen sind sowohl in Quartieren, Einkaufszentren als auch auf Autobahnraststätten zu finden. Das Ladenetz in der Schweiz ist so dicht, dass Sie immer eine Ladestation in Ihrer Nähe finden. Die Ladestationen in der EU können hier angeschaut werden.
Die Ladegeschwindigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Leistung der Ladestation und der Ladeleistung, die das Elektroauto aufnehmen kann. Der kleinere Wert begrenzt die Ladegeschwindigkeit. In der untenstehenden Grafik ist die Ladegeschwindigkeit für unterschiedliche Ladeoptionen aufgezeigt.

Hier finden Sie direkt die besten Elektroautos
Die Website Eco-Auto des VCS Verkehrs-Club der Schweiz sowie Topten unterstützen Sie beim umweltbewussten Autokauf. Bei der Bewertung schneiden jene Fahrzeuge gut ab, die wenig Strom verbrauchen, tiefe Schadstoffemissionen bei der Produktion aufweisen sowie wenig Lärm verursachen.
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MicroautosDie kleinsten Autos |
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MiniLänge: bis 3.6m |
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KleinwagenLänge: 3.6m bis 4.0m |
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Untere MittelklasseLänge: 4.0m bis 4.4m |
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MittelklasseLänge: 4.4m bis 4.8m |
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Obere MittelklasseLänger als 4.8m |
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SUVSUV und Geländewagen |
Nutzungstipps
EcoDrive ist eine sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Fahrtechnik. Die goldenen Eco-Drive Regeln lauten:
Optimale Reifen wählen
Konsultieren Sie den aktuellen TCS-Reifentest. Finden Sie den Reifen im Test nicht, gibt die Reifenetikette wichtige Hinweise. Entscheiden Sie sich, wenn immer möglich, für einen Reifen der möglichst besten Klasse. Der Treibstoffverbrauch vermindert sich um ca. 2% pro Labelklasse aus der Reifenetikette.Ballast zuhause lassen
Entrümpeln Sie ihr Auto und lassen Sie unnötigen Balst zuhause. Pro 20 Kilogramm Zusatzgewicht benötigen Sie rund 0,5% zusätzlichen Strom. Ausserdem sind ungesicherte Gegenstände im Fahrzeug auch ein Sicherheitsrisiko.Dachträger nach Gebrauch abmontieren
Dachträger ohne Transportgut erhöhen den Verbrauch, bei 120 km/h um rund 5%, eine Dachbox benötigt ca. 16% mehr Energie. Montieren Sie den Dachträger deshalb nur, wenn es nicht anders geht. Und entfernen Sie ihn sofort wieder, wenn er nicht mehr gebraucht wird.Heizen und Klimatisieren Sie mit Bedacht
Bei geringen Geschwindigkeiten ist das öffnen der Fenster zur Klimatisierung die bessere Wahl, ausserorts ist duch den höhren Luftwiederstand die Klimaalnage effizienter. Da beim Elektrofahrzeug keine Motorwärme vorhanden ist, muss für das Heizen Energie aus der Batterie genutzt werden. Das erhöht den Energieverbrauch um 10-20%. Energie kann gespart werden, indem die Sitz- und Lenkradheizung gezielt eingesetzt wird.Effizient fahren
Nuten Sie den ECO Modus, fahren Sie vorausschauend und Beschleunigen Sie sachte.Batterie schonen
Laden Sie Ihr Elektrofahrzeug, wenn genügend Zeit ist, langsam, d.h. mit max. 11-22 kW. Vermeiden Sie anhaltende Ladestände unter 10% und über 70-80%. Bei längeren Standzeiten (z.B. während Ferien) empfiehlt sich ein Ladestand von ca. 50%. Setzen Sie auf Strom aus erneuerbaren Quellen und reduzieren Sie so Ihren CO2-Ausstoss zusätzlich.