Ratgeber Smarte Heizsysteme

Das Thema Heizsysteme basiert auf dem BFE-Projekt Smarte Heizsysteme.

Die Heizung ist der grösste Energieverbraucher im Haushalt (mit durchschnittlich 70% des Gesamtverbrauchs). Ein smartes Heizsystem regelt die Raumtemperatur bei Ihnen zu Hause viel bedarfsgerechter als konventionelle Heizungsregler. Manche dieser Systeme berücksichtigen sogar, ob ein Fenster offensteht, ob niemand anwesend ist oder ob die Wetterprognose Sonnenschein voraussagt – dann reduzieren sie automatisch die Heizleistung.

Ein smartes Heizsystem kann Sie unterstützen, Heizwärme effizienter zu nutzen, die Umwelt zu schonen und Geld zu sparen. Ihr Wohnkomfort bleibt mit einem solchen System gleich oder verbessert sich sogar.

Wohlgemerkt: smarte Heizsysteme sind kein Wundermittel und haben ihre Tücken. Sie entfalten ihre Vorteile nur dann, wenn sie richtig ausgewählt, installiert und gewartet werden.

Die Wahl des richtigen Systems

Wie wohnen Sie? Folgen Sie der Tabelle zu den für Sie empfohlenen smarten Heizsystemen

  • Mit einfachen Heizkörperthermostaten können bis zu zehn Prozent des Wärmeverbrauchs gespart werden, mit smarten Heizungsreglern sogar bis zu 50 Prozent.
  • Je nach Bauweise und Wohnform eignet sich ein anderes Produkt. Im Zweifel besser eine Fachperson einbeziehen.
  • Bei modernen Gebäuden, die bereits wenig Heiz­energie benötigen, rechnet sich eine Nachrüstung mit Smart-Heizen-Systemen meist nur bei längeren Absenkphasen.

Hier finden Sie das beste System für Ihren Bedarf

Einfamilienhaus – schnell auskühlendes Gebäude

Durch hohe Wärmeverluste lohnt sich auch schon eine kurze Temperaturabsenkung tagsüber oder in der Nacht.

Zur Produktliste für Smarte Heizkörperthermostaten oder Smarte Heizungsregler

Einfamilienhaus – langsam auskühlendes Gebäude

Bei längeren Absenkphasen (z.B. Wochenende) können smarte Heizsystem sinnvoll sein; bei grossen Fensterflächen sind smarte Heizungsregler von grösserem Vorteil.

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Wohnung / Büro

Als Einzelmassnahme in Mehrfamilienhäusern kommen normalerweise nur smarte Heizkörperthermostate in Frage. Sinnvoll bei schnell abkühlenden Gebäuden oder längeren Absenkphasen.

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Ferienhaus

Bei Ferienhäusern mit längerer Abwesenheit ist eine Ein/Aus-Fernsteuerung mit Frostschutz-Modus am sinnvollsten.

Zur Produktliste Fernsteuergeräte für Heizungen

Fussbodenheizung

Smarte Heizungsregler gibt es auch für Fussbodenheizungen.

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Installations-Tipps und Rechenbeispiele

Tabelle: Nutzen, Leistungen und Investitionskosten (ohne Montage) von verschiedenen smarten Heizsystemen am Beispiel eines EFH mit acht Heizkörpern.

Smarte Heizkörperthermostate können gut ohne Fachperson installiert und betrieben werden. Besitzer eines Einfamilien- oder Mehrfamilienhauses, die sich für ein komplexeres System interessieren, empfehlen wir jedoch, sich von einer Fachperson (z.B. Heizungsinstallateur) beraten zu lassen, bevor sie ein System kaufen und installieren.

Allein mit der Installation eines smarten Heizsystems ist die gewünschte Einsparung noch nicht erreicht. Die Systeme müssen richtig installiert, eingestellt und gewartet werden, damit sie auch richtig funktionieren. Für nicht-technikaffine Nutzer ist daher eine Installation und Einstellung durch einen Techniker sinnvoll.

Kosten und Amortisation

Im optimalen Fall sind die Investitionskosten nach fünf Jahren amortisiert, meistens aber erst nach der doppelten Zeit. Dabei kommt es auf verschiedene Faktoren an – beispielsweise wie gut das Gebäude isoliert ist oder wie umfangreich das installierte System ist.

Anwendungstipps

Wenn man die Raumtemperatur um 1°C senkt, spart man rund 6-12 % Heizenergie, abhängig vom Gebäudezustand.

Broschüre «Smart Heizen – so optimieren Sie Ihr Heizsystem»

Weitere Informationen zu smarten Heizsystemen, Details zu Systemleistungen, Ratschläge von Fachleuten sowie Erfahrungsberichte zur Umsetzungen finden Sie in der Broschüre «Smart Heizen – so optimieren Sie Ihr Heizsystem» der Energie Zukunft Schweiz im Auftrag des BFE. Mehr lesen

Infoplus

Publikationen

Organisationen

  • BFE Bundesamt für Energie, Bern
  • EnDK Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (Herausgeber der MuKEn)
  • S.A.F.E. Schweizerische Agentur für Energieeffizienz, Zürich

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07/2018 Sitzmann/Hepp

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